Die Welterbestätten in Baden-Württemberg

Mittlerweile kommt es zur Aufnahme von Welterstätten weltweit schon seit über 40 Jahren. Welche Länder und Inselstaaten mit mindestens einer Stätte in der Liste des Welterbes der UNESCO vertreten sind, zeigt sich an dieser Stelle: http://deutsches-welterbe.de/die-unesco/welterbestaetten-in-167-laendern/ Innerhalb von Baden-Württemberg kam es bis zum heutigen Tag zur Aufnahme dieser besonderen Stätten in die Listen des Welterbes:

Klosteranlage Maulbronn – 1993

Einst stellte das Kloster eine Zisterzienserabtei dar. Gelegen ist diese Sehenswürdigkeit in Maulbronn in der Mitte der Kleinstadt, die wie auch das Kloster eine Lage nahe des Strombergs besitzt. Die mittelalterliche Klosteranlage, die nördlich der Alpen liegt, gilt als die am besten erhaltene Anlage ihrer Art. Zu den besonderen Facetten der Anlage gehört das Brunnenhaus mit seinem Fachwerkhaus. Unter den wichtigen Facetten der Architektur sind das Klostertor sowie der Klosterhof zu finden. Als Paradies wird die Vorhalle der Klosterkirche verstanden. Zu beachten sind der Meister vom Maulbronner Paradies sowie Portale und die Klosterkirche. 

Klosterinsel Reichenau – 2000

Innerhalb des Landeskreises Konstanz ist die zugleich größte Insel im Bodensee zu erreichen. Der Welterbe-Status erstreckt sich auf die Insel und das Kloster Reichenau. Deutlich wird an diesem Bauwerk, welche große Bedeutung ein Benediktinerkloster des Mittelalters hatte. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören die Bauwerke St. Peter und Paul sowie die Burgruine Schopflen. 

Das architektonische Werk von Le Corbusier – ein herausragender Beitrag der Moderne – 2016

Unter dieser Welterbestätte sind 17 ausgewählte Bauwerke zu verstehen. Es handelt sich um herausragende  Werke vom schweizerisch-französischen Architekten und Stadtplaner Le Corbusier. Nunmehr handelt es sich um eine transnationale serielle Welterbestätte. Zur Entstehung der betreffenden Bauwerke kam es innerhalb eines halben Jahrhunderts. Der Hauptanteil an den Bauwerken fällt mit 10 auf Frankreich. Bei der deutschen Welterbestätte handelt es sich um die Stuttgarter Weissenhofsiedlung. 

Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb – 2017

Zu verstehen sind unter dieser Welterbestätte sechs Höhlen, die sich auf der Schwäbischen Alb befinden. Im Hinblick auf das menschliche Kunstschaffen stehen diese Höhlen im Mittelpunkt. Dort wurden die ältesten Artefakte gefunden. Die Kulturepoche in Form vom Aurignacien dauerte ungefähr von 42.000 v. Chr. bis 31.000 v. Chr. Bezogen auf die jüngere Altsteinzeit handelt es sich in Mitteleuropa um die älteste Kultur. 

Serielle transnationale Stätten im Überblick

Dabei handelt es sich um Welterbe-Stätten, wo der Welterbetitel an mehrere Nationen für eine Welterbestätte verliehen wird. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es vier dieser Stätten:

Wattenmeer – 2009

In diesem Fall geht es um bestimmte Küstenbereiche, die am Meer zu erreichen sind. Spürbar ist in diesen Bereichen ein von den Gezeiten ausgehender starker Einfluss. Zweimal täglich ist das Bild des Wattenmeeres von der Hochwsserzeit und der Niedrigwasserzeit gekennzeichnet. Auf der ganzen Welt gibt es eine Reihe von Wattenmeeren, wobei gleichzeitig eine Lage in den gemäßigten Zonen gegeben ist. Die in den tropischen Zonen befindlichen Küstengebiete zeichnen sich teilweise durch mit überwachsenen Mangroven Flächen aus. Zur Welterbestätte gehört das Niedersächsische Wattenmeer. In den Jahren 2011 und 2014 kam es zur Erweiterung dieser Welterbestätte, an der Deutschland, die Niederlande und Dänemark beteiligt sind. 

Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas – 2011

Bei dieser Weltnaturerbestätte handelt es sich um eine Reihe von Buchenwaldgebieten, die sich räumlich getrennt in den unterschiedlichsten Ländern befinden. Insgesamt umfasst die Fläche 92.093 Hektar. Ein Anteil von 30 Prozent befindet sich in der Ukraine. Überwiegend handelt es sich in Deutschland um naturnahe Altwälder. Für die Karpaten greift die Bezeichnung „echte Urwälder“. An dieser Welterbestätte sind die Länder Albanien, Belgien, Bulgarien, Italien, Kroatien, Österreich, Polen, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Spanien und die Ukraine beteiligt. In den Jahren 2011 und 2017 kam es zur Erweiterung der Welterbestätte sowie im Jahr 2017 zu einer Namensänderung. 

Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen – 2011

Es handelt sich um 111 Fundstellen, die aus der Zeit des 5. bis 1. Jahrtausends vor Chr. stammen. Zu finden sind die in mehreren Staaten, wobei dies Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich, Schweiz und Slowenien sind. Federführung für die Bewerbung bei der UNESCO war die Schweiz. Zu den bedeutenden Regionen bei deser Welterbestätte gehört der Zürichsee. 

Das architektonische Werk von Le Corbusier – ein herausragender Beitrag zur Moderne – 2016

Einen Namen machte sich der schweizerisch-französische Architekt und Stadtplaner Le Corbusier mit einer Reihe von Bauwerken. Es erfolgte die Aufnahme von 17 Welterbestätten, die eine Entwicklung zeigen. Genauer geht es um das 20. Jahrhundert in Verbindung mit der Entwicklung von einer neuen architektonischen Ausdruckssprache. Beteiligt an dieser Welterbestätte sind Argentinien, Belgien, Frankreich, Indien, Japan und der Schweiz.

Bedeutende Kurstädte Europas – 2021

Deutschland – Rheinland-Pfalz, Bayern, Baden-Württemberg – gemeinsam mit Italien, Belgien, Österreich, Frankreich, Tschechien und Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Nordirland

In einem Zeitraum von mehr als 200 Jahren gab es in Europa ein Kurphänomen, das besonders stark ausgeprägt war. Während dieser Zeit hatten hunderte Kurstädte an Bedeutung gewonnen. Zu deren Grundlagen gehörten Mineralquellen. Doch es wurden auch sportliche Akzente gesetzt. In diese Welterbestätte wurden diejenigen Kurstädte aufgenommen, die am dynamischsten wirkten und gleichzeitig eine internationale Ausstrahlung haben. 

Grenzen des Römischen Reiches – Niedergermanischer Limes – 2021

Es handelt sich um eine grenzüberschreitende Welterbestätte, die Deutschland und die Niederlande tangiert. Bei dieser Welterbestätte geht es um die sogenannte nasse Grenze, die von Rheinland-Pfalz bis in Richtung der Nordsee nach Katwijk in den Niederlanden führt. Die einstige Grenze hatte eine Länge von mehr als 400 Kilometer und führt vom freien Germanien zur römischen Provinz Niedergermanien. Zur Errichtung eines durchgehenden Bauwerkes durch die Römer kam es nicht. Gebildet wird diese Welterbestätte mit Einblicken von römischer Entwicklung, die den Namen „Niedergermanischer Limes“ trägt, aus 44 Bestandteilen.

Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas (Bosnien und Herzegowina, Frankreich, Italien, Montengegro, Nordmazedonien, Polen, Schweiz, Serbien, Slowakei, Tschechien)

Rückzugsgebiete in Südeuropa rücken in den Mittelpunkt bei dieser Welterbestätte. Während der letzten Eiszeit kam die Rotbuche dort sehr gut zurecht und konnte weiterbestehen. Vor etwa 12.000 Jahren ging diese Eiszeit zu Ende. Damit konnte es zu einer weiteren Verbreitung der Rotbuche kommen. Verbunden ist somit auch die Bildung von vielfältigen Pflanzengesellschaften. Schon der hohe Wert dieser Bäume ist als etwas Besonderes anzusehen. Von unschätzbarem Wert ist auch das genetische Reservoir, dass sich in dieser Welterbestätte versteckt.

In Verbindung mit der bereits erwähnten Welterbestätte umfasst diese nun 19 Länder, in denen sich 94 Teilgebiete befinden. Diese Buchenurwälder befinden sich in allen Höhenlagen, die von der Region an der Küste bis zu Baumgrenze reichen. Von dieser Erweiterung sind diese Länder betroffen: Bosnien und Herzegowina, Frankreich, Italien, Montengegro, Nordmazedonien, Polen, Schweiz, Serbien, Slowakei, Tschechien.

http://deutsches-welterbe.de/bundesland-baden-wuerttemberg

http://deutsches-welterbe.de/landeshauptstadt-stuttgart

Ein Blick auf Deutschland

http://www.deutsches-welterbe.de/deutschland

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