Chemotherapie

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Die nachfolgenden Informationen zum Thema „Chemotherapie“ stellen keine medizinische Beratung dar. Es ist der Seite zu entnehmen, wie ich die Chemotherapie erlebt habe und was ich für Wissen durch die Chemotherapien meiner Mutter und meine eigenen Chemotherapien gelernt habe.

Wenn ein Arzt – ganz gleich, ob auf einer onkologischen Station oder ein einer onkologischen Schwerpunktpraxis (Onkologie Tiergarten – die Praxis, bei der ich in Behandlung bin) sich zum Einsatz der Chemotherapie entschließt, liegt immer eine schwerwiegende Diagnose zugrunde. Meine Mutter erhielt ihre erste Krebsdiagnose im Jahr 1986. Zu diesem Zeitpunkt waren die Nebenwirkungen der Chemotherapie noch heftig. Erhalten hat meine Mutter die Therapien im Anschluss an die Operatiuon. In den Jahren 1988 und 1990 erkrankte sie erneut an Krebs und verbrachte durch einen Wirbelbruch viele Wochen im Rollstuhl.

Noch kurz vor dem Jahreswechsel musste ich meiner 90jährigen Großmutter die Nachricht überbringen, dass auch ich an Brustkrebs erkrankt bin – keine leichte Aufgabe. Allerdings waren seit der Chemo meiner Mutter 15 Jahre vergangen – die medizinische Forschung hatte schon wieder Fortschritte zu verzeichnen. Jedoch brachte es mir auch im Jahr 2002 eine Krankschreibung über neun Monate ein, wobei ich nicht bettlägrig krankgeschrieben war. Ich hatte sogar die Erlaubnis, dass ich Ausflüge unternehmen kann, da diese die Primärbehandlung gegen den Krebs positiv beeinflussen können. Hätte ich allerdings gewusst, dass man damit rechnen muss, noch nach 20 Jahren praktisch von Ex-Arbeitgebern belästigt zu werden, hätte ich mir mit Sicherheit andere Ziel ausgesucht, um Landschaften zu erkunden. Meine Chemos:

Wenn man von Krebs betroffen ist, macht man sich keine Gedanken, was andere Leute denken. Wichtig ist der Kampf gegen den Krebs. Beim heutigen Stand der Fantasie, würde es mich nicht wundern, wenn diese Nebenwirkung, die die Haare betrifft, auch ins negative interpretiert wurde. Es gibt – – zumindest damals – eine Nebenwirkung, die wenige Tage nach der ersten Chemotherapie (meine ersten Chemos dauert bis zu sechs Stunden) einsetzte. Je nach Art des Tumors wird es vielleicht auch heute noch so sein. Ganz einfach: Die Haare fallen komplett aus.

Diese Chemotherapie habe ich dreimal erhalten. Nach wenigen Tagen sind mir alle Haare ausgefallen. Die Haare finden nach nach etwa sechs bis acht Monaten wieder zu wachsen an. Allerdings waren die Farbpigmente zerstört, sodass die Haare nur noch in grau wieder gekommen sind. Einige werden es vielleicht wissen: Graue Haare zu tönen ist mit unter nicht einfach.

Zur Therapie gegen den Krebs gehörte auch die Behandlung mit Zoladex. Es handelt sich um eine Spritze, die alle 27 Tage in den Bauch gegeben wird. Ich erhielt diese vom August 2002 an bis mindestens August 2004 alle vier Wochen an einem Freitag. Dieses Foto zeigt die Bestätigung meiner behandelnden onkologischen Praxis.

Das war der zweite Schub an Chemotherapien im Jahr 2002, den ich im Anschluss an die Bestrahlungen im Krankenhaus erhielt. 

Ist nicht ausreichend Budget vorhanden, kann der Rhythmus vom Tönen der Haare etwa alle 12 Jahre nicht eingehalten werden. Es wird dann jedoch schnellstmöglich nachgeholt.

Im Rahmen meiner zweiten Krebserkrankung war bis zum jetzigen Zeitpunkt keine Chemotherapie erforderlich. Aufgrund des medizinischen Fortschritts habe ich die Biophosphonattherapie in Verbindung mit der Bestrahlungstherapie im Krankenhaus erhalten. Damit dies jedoch geschehen konnte, war vor der Biophosphonattherapie jedoch ein Zahnstatus erforderlich, da im Anschluss an diese Therapie keine schmerzbedingte Behandlung am Kiefer erfolgen darf. Der Zahnstatus fiel bei mir nicht gut aus. Drei Kiefer-OPs waren erforderlich. Kurz vor Abschluss des ersten Teils der Behandlung brach mir auch noch ein Zahn ab. Jedoch wurde diese Lücke noch Ende 2017 geschlossen.

Ich konnte jetzt zwei Tage nicht richtig trainieren. Wie auch bei den sechs Jahren Fitnessstudio im P19 stellt sich auch jetzt wieder heraus, wie wichtig Sport gerade für Krebskranke ist. Der Lockdown war gesundheitlich gerade in den ersten Wochen nach erneuter Trainingsaufnahme gesundheitlich zu spüren. Durch die Erfahrungen früher im Fitnessstudio habe ich auch früher viele Feedbacks für DVDs mit Sport geschrieben, die je nach Typ gut ansprechend wirken.

Bei Krebs ist eine Behandlung erforderlich, die über mehrere Jahre andauert. Damit alles unter im Rahmen bleibt, erfolgen alle drei Monate Besuch bei Onkologen – mitunter auch beim Radiologen, um radiologisch den Tumor unter Beobachtung zu halten oder auch die Lunge zu kontrollieren, ob die dort befindlichen Veränderungen auch im Rahmen bleiben.

Es ist nicht ganz einfach, alles zu lernen, da man auch viele Negativ-Schlagzeilen mitbekommt. Und wenn dann noch ein lästiges Arbeitsverhältnis aus der Steinzeit dazu kommt, wird die Arbeit, die man als Krebskranker wahrnehmen kann, mitunter leider auch noch etwas erschwert.

Michael (der Mann auf dem Foto neben mir) hat das einmal sehr schön mit seinem Titel „Das Lied der Erde“ beschrieben. Überhaupt hat Michael schöne Titel. Auch „Komm steh wieder auf“ ist ein sehr schöner Titel. Schließlich müssen auch Krebskranke das Aufstehen wieder lernen, wenn sie mit dieser Diagnose (insbesondere bei der Vorgeschichte mit meiner Mutter und ihren drei Krebsdiagnosen in vier Jahren) konfrontiert werden.

Geschrieben und Copyright by Marina Teuscher 2020 bis 2030

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