Meine Selbständigkeit

Seit Sommer 2006 bin ich aufgrund meiner Krebserkrankungen selbständig, da ich mir dabei meine Zeit weitestgehend selbst einteilen kann. Krebsbehandlungen sind schon aufgrund der Nebenwirkungen nicht einfach zu verarbeiten. Anfang März postete ein mittlerweile ehemaliger Kontakt einige Erinnerungen, die mich doch sprachlos machten, da mir plötzlich so ein paar Geschichten aus meinen beruflichen Aktivitäten einfielen. Nicht nur aufgrund meiner inzwischen sechs Webseiten habe ich Verantwortung für meine Kontakte und mein weiteres Umfeld. Da heißt es dann doch, sich näher mit der Geschichte zu befassen, die Fragen aufwirft:

Inwieweit bin ich verpflichtet, die Aktivitäten aller Kontakte bei Facebook zu kennen?

Warum fragt man mich nicht schon beizeiten, warum ich einen Polizeiabschnitt regelmäßig in der Woche um die Mittagszeit aufsuche? Ist das nicht bekannt, dass es auch in Polizeiabschnitten Kantinen gibt, in denen mitunter auch die zivile Bevölkerung essen gehen kann?

Muss ich, selbst wenn ich mal mit einigen Leuten nach einem Gottesdienst in einer anderen Gemeinde Kaffee trinken gehe, über alle Aktivitäten dieser Kontakte Bescheid wissen?

Wie kann es geschehen, dass ich offenbar lange mit diesen Aktivitäten in Verbindung gebracht werde, obwohl ich (ich das das im vergangenen Jahr mal ziemlich sprachlos beobachtet) dort nie anwesend bin?

Wenn jemand von diesen Aktivitäten erfährt – warum werde ich dann nicht informiert?

Da sämtliche Unternehmen, für die ich tätig bin, international vernetzt sind und es auch meine vielen Arztpraxen gibt – bei denen ich in Behandlung bin -, habe ich die betreffenden Kontakte inzwischen logischerweise gelöscht.

Wahrscheinlich war es mir auch durch diese Geschichte nicht wirklich möglich, konzentriert am Ausbau der Seiten zu arbeiten. Das Ausmaß dieser Geschichte hat sich für mich erst in diesem Jahr gezeigt, was ich sehr bedauerlich finde. Nach mehreren Monaten Wartezeit konnte ich nun endlich meine sechste Webseite (diese Seite) online stellen.

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